Schränkt Botox die Mimik ein?

Wer sein Hautbild verfeinern und erste Fältchen lindern möchte, wird früher oder später auf das berühmte Botox treffen. Es gilt nach wie vor als effektivstes Mittel im Einsatz gegen feine Linien, aber auch ausgeprägte Faltenbildung. Dieser Effekt beruht vor allem auf einer kurzzeitigen Lähmung bestimmter Muskeln. Wir von Estetica Medical bieten Ihnen eine Auswahl verschiedenster kosmetischer Behandlungen an und gehen in diesem Beitrag näher auf die Frage ein, ob Botox die Mimik einschränken kann.

Was ist Botox?

„Botox“ ist die umgangssprachliche Abkürzung für „Botulinumtoxin“. Dabei handelt es sich tatsächlich um ein giftiges Protein, welches allerdings in sehr geringen Dosen inzwischen seit Jahrzehnten erfolgreich im Rahmen kosmetischer Behandlungen genutzt wird. Entsprechend wichtig ist es, dass Botox stets nur von geschultem Personal angewendet wird, da es ansonsten zu Lähmungserscheinungen und sogar lebensgefährlichen Komplikationen kommen kann.

Botox wird mittels Spritze punktuell in die Haut geführt. Dabei gibt es bestimmte Hautpunkte, die je nach Wunsch bearbeitet werden. In einer Injektion sind nur wenige Milliliter des Wirkstoffs enthalten, die aber ausreichen, um die Gesichtshaut glatter wirken zu lassen. Werden Nerven getroffen oder die Injektion überdosiert, kann es tatsächlich zu einer unerwünscht starken Einschränkung der Mimik kommen – das ist allerdings nur sehr selten der Fall. 

Eine gelungene Botox-Anwendung schränkt die Mimik kaum ein und fällt in der Regel Ihren Mitmenschen nicht auf. Dennoch werden einige feine Muskelbewegungen minimiert, was die Faltenbildung verhindert.

Anwendungsmöglichkeiten für Botox

Botox ist vor allem für seine kosmetische Wirkung bekannt. So wissen viele nicht, dass Botox tatsächlich auch effektiv zur Behandlung von chronischer Migräne eingesetzt werden kann. In diesem Behandlungsfall werden bestimmte Punkte im Stirn-, Hinterkopf- und Nackenbereich injiziert, was Verspannungen mindert. Zur Faltenbehandlung wird Botox vor allem wie folgt angewendet:

  • Stirnfalten
  • Zornesfalte
  • Krähenfüße
  • Nasolabialfalten
  • Erdbeerkinn
Junge Frau mit frischer und glatter Haut
© Sofia Zhuravetc – stock.adobe.com

Bei einer herabhängenden Nasenspitze kann durch eine Botox-Behandlung zudem eine kleine Anhebung bewirkt werden. Das Erdbeerkinn hingegen entsteht beispielsweise beim Formen eines Kussmundes und zeigt sich in Form zahlreicher Kinndellen, die sich mit Botox wirksam glätten lassen. 

Nach einer erfolgreichen Botox-Behandlung können Sie alle Gesichtsbewegungen durchführen, allerdings sind manche etwas eingeschränkt, um Falten zu minimieren. Die Befürchtung, keine Emotionen mehr zeigen zu können, ist bei einer professionellen Botox-Therapie nicht berechtigt.

So wirkt Botox

Bevor eine Muskelbewegung zustande kommt, werden in unserem Körper bestimmte Signale, sogenannte Neurotransmitter, von Nerven abgegeben. Botox hindert einen Teil dieser Neurotransmitter am Durchtritt zum Muskel, weswegen die Bewegung nicht oder nur milder abläuft. Aus diesem Grund kann es bei einer Überdosierung dazu kommen, dass ein Muskel oder auch eine Muskelgruppe für einige Monate nicht bewegt werden kann.

Botox-Abbau und Nachbehandlung

Botox braucht ein paar Tage nach der Injektion, um seine Wirkung zu entfalten. Nach etwa drei bis vier Monaten ist das Botox wieder im Abbau und kann auf Wunsch erneut injiziert werden. Gerne können Sie sich bei weiteren Fragen rund um Botox und Co. von uns beraten lassen.