Was kann gegen Schlupflider unternommen werden?

Millionen Menschen sind von Schlupflidern betroffen, eine Vielzahl davon fühlt sich unwohl mit ihnen. Angesichts der kosmetischen und medizinischen Auswirkungen am Auge kann sich ein operativer Eingriff durchaus lohnen. Wir von Estetica Medical aus Iserlohn verraten Ihnen, welche OP-Varianten existieren und was Sie sonst noch bei der Entscheidung beachten sollten. 

Schlupflider – was ist das eigentlich?

Von Claudia Schiffer bis Kate Moss: Selbst für die prominentesten Damen sind Schlupflider alles andere als ein Fremdwort. Experten und Expertinnen nutzen diesen Begriff immer dann, wenn zwischen Augenbrauen und dem oberen Wimpernkranz keine Lidfalte mehr sichtbar ist. Gleichzeitig wird das bewegliche Oberlid ebenso ganz oder teilweise verdeckt. In der Folge wirken die Augen bzw. das Gesicht etwas müder, trauriger und kraftlos. In medizinischer Hinsicht wird zudem das Sichtfeld unter Umständen beeinträchtigt, was im Alltag durchaus zu einer Belastung wird – vor allem, wenn Sie vorher eine freie Sicht gewohnt waren. In besonders schweren Fällen wird die Haut zusätzlich gereizt, was sich durch Rötungen oder ein häufiges Jucken äußert.

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Ursachen meistens genetischer Natur 

Grundsätzlich liegt die Ursache für das störende Phänomen zumeist in der Genetik begründet. Nichtsdestotrotz dauert es etliche Jahre, durchschnittlich bis Mitte 30, bis wirkliche Probleme zutage treten. Bedingt durch den verringerten Wasser-/Fettgehalt verliert immer dünnere Haut an Spannkraft, was in einem Hautüberschuss resultiert. Zur natürlichen Alterung und genetischen Begünstigung kommen externe Faktoren wie Rauchen, mangelnder Schlaf oder Stress hinzu.

Operation hilft bei starker Ausprägung 

Bei einer schwachen Ausprägung lässt sich das Ganze noch durch ein geschicktes Make-up kaschieren. Außerdem bieten Hersteller mittlerweile sogenannte Schlupflid-Tapes an, mit denen die überschüssige Haut stabilisiert wird. Dadurch wirken die Augen wieder befreit und frischer. Diese Methoden helfen allerdings lediglich bei einem nicht so starken Erscheinungsbild. Ansonsten schafft eine OP gegen die Schlupflider Abhilfe. Nach dem Eingriff durch einen Arzt oder eine Ärztin profitieren Sie von einem freundlichen, tatkräftigen und als vital wahrgenommenen Gesichtsausdruck. Gleichzeitig werden damit auch die medizinischen Probleme in der Regel beseitigt. 

Zwei Methoden und ihre Vor- sowie Nachteile 

Die Wahl der richtigen Methode für die Operation hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich haben sich im Laufe der letzten Jahre zwei Varianten durchgesetzt. Gemein ist beiden die Zielsetzung, den Ringmuskel um das Auge und die Fettpolsterung wieder in Form zu bringen. Hierfür setzt der Arzt bzw. die Ärztin feine Schnitte am Oberlid. Genau hier unterscheiden sich aber die Umsetzungen. 

1. OP mit Skalpell 

Für diese klassische Form der Oberlidkorrektur wird ein Skalpell verwendet. Mithilfe eines Schnitts am Lid soll verhindert werden, dass eine eventuelle Narbe später sichtbar ist. Sie verschwindet stattdessen in der natürlichen Lidfalte. Nach der Entfernung des überschüssigen Gewebes vernäht der Fachmann oder die Fachfrau die Wundränder. 

Als zentraler Nachteil gilt die stärkere Blutungsgefahr beim Schneiden mit dem Skalpell. Durch den relativ tiefen Schnitt kann es zu einem vermehrten Austritt von Blut am Tag der Behandlung selbst kommen. Dafür spricht allerdings die schnellere Wundheilung nach der OP. Bereits nach knapp zwei Wochen ist der Heilungsprozess abgeschlossen, sofern Sie sich währenddessen an einige Hinweise halten: 

  • Verzicht auf Lesen und Fernsehen ein bis zwei Tage danach 
  • Bevorzugt Aktivitäten ohne Augenanstrengung (z.B. Hörbuch) 
  • Kein Sport und körperliche Anstrengungen 
  • Stattdessen: Spaziergänge an der frischen Luft 

2. OP mit Laser-Schnitt 

Als Alternative zum Skalpell greifen einige Chirurgen und Chirurginnen zuweilen auch auf den Laserschnitt zurück. Hier sorgt die Hitzeenergie für eine schnellere Schließung der einzelnen Gefäße. In der Folge blutet die Patientin oder der Patient weniger. Zeitintesiver verläuft bei diesem Eingriff dafür allerdings die Wundheilung im Anschluss. Zirka drei Wochen sollten Sie sich beim Laser-Schnitt an die eben genannten Regeln halten, bevor Sie wieder in den Alltag starten. 

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten? 

Als allgemeine Regel gilt, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Operation nur dann übernehmen, wenn medizinische Gründe vorliegen oder der psychische Leidensdruck nachweisbar ist. So oder so sollten Sie beim Einreichen der Unterlagen sorgfältig vorbereitet sein. Folgende Dokumente benötigt Ihre Kasse: 

  • Befund der Ärztin / des Arztes mit Hinweis auf Notwendigkeit der OP 
  • Ggf. Nachweis zur Gesichtsfeldmessung 
  • Kostenvoranschlag 

Wie üblich müssten Sie als Privatpatientin oder Privatpatient zudem in Vorleistung gehen, während die gesetzliche Krankenkasse bereits vor der OP einer Kostenübernahme zustimmen muss. Wir von Estetica Medical aus Iserlohn beraten Sie gerne zu weiteren Fragen rund um eine mögliche Behandlung.